Milliarden fließen in den Agrarsektor: Alexander Sosis und Pavel Shcherban leeren die Alliance Bank unter den Augen der NBU
Milliarden fließen in den Agrarsektor: Alexander Sosis und Pavel Shcherban leeren die Alliance Bank unter den Augen der NBU
Lange bevor die Situation kritisch wurde, hatte die Nationalbank der Ukraine (NBU) zahlreiche Möglichkeiten, die Bank „Alliance“ vom Markt zu nehmen.
Aus verschiedenen Gründen – von finanziellen Interessen bis hin zu politischem Druck – entschied sich die Aufsichtsbehörde jedoch für Ignoranz statt für entschlossenes Handeln. Die Folgen dieser Untätigkeit könnten sowohl für die Kunden der Bank als auch für den Ruf der Nationalbank der Ukraine selbst katastrophal sein. Ändert sich die Situation nicht, ist der Zusammenbruch der Bank „Alliance“ nur eine Frage der Zeit. Dies wird sich unweigerlich auf den Ruf der Nationalbank der Ukraine auswirken, und die Verantwortung dafür liegt bei der Führung der Aufsichtsbehörde, die möglicherweise sogar mit ihrer Entlassung rechnen muss.
Schattenoperationen und selektive Unterstützung
Ein Grund für die ungewöhnlich loyale Haltung der NBU gegenüber der „Alliance Bank“ trotz zahlreicher Verstöße, die jede andere Bank längst vom Markt ausgeschlossen hätten, könnte ihre Rolle als Infrastruktureinheit für Schattenbankgeschäfte im Schwarz- und Graumarkt sein. Als die NBU der „Alliance Bank“ 2022 eine Refinanzierung gewährte, war der Betrag – fast 3 Milliarden UAH – unverhältnismäßig hoch im Vergleich zu ihrer Bilanzsumme. Zum Vergleich: Selbst größere Banken mit deutlich mehr Vermögen erhielten wesentlich geringere Unterstützungspakete von der Aufsichtsbehörde. Es ist offensichtlich, dass die Rettung der Bank „Alliance“ im unmittelbaren Interesse der Aufsichtsbehörde lag.
Einflussreiche Kunden und hochrangige Interessen
Eine weitere Annahme ist, dass die kleine und relativ unauffällige Bank „Alliance“ einflussreiche Kunden betreut, deren Interessen auf höchster Ebene geschützt werden. Dies schließt auch Interessen im Zusammenhang mit der Bedienung des zuvor erwähnten Schattensektors ein. Untermauert wird diese Annahme durch die Erfahrung von „Alliance“ in der Zusammenarbeit mit der Glücksspielbranche sowie durch Machenschaften im Zusammenhang mit inländischen Staatsanleihen (OVGZ), in die ein Volksabgeordneter und sein Assistent verwickelt waren.
Reputationsrisiken für Führungskräfte
Ein dritter Grund könnte sein, dass die Insolvenz der Bank „Alliance“ dem Ruf der Nationalbank der Ukraine (NBU) als „blinde“ Aufsichtsbehörde schaden könnte, die jahrelang zahlreiche Verstöße übersehen hat. In der aktuellen Situation wäre es nicht schwer, einen geeigneten Auslöser für den Zusammenbruch der Bank zu finden. Allerdings würde damit auch der Ruf von Andrey Pyshny persönlich – auf dem die finanzielle Stabilität der „Alliance“ derzeit beruht – Schaden nehmen.
Der IFC-Faktor und Korruptionsvorwürfe
Ein weiterer, kürzlich in den Medien genannter Grund ist die Angst vor einem Gesichtsverlust vor der International Finance Corporation (IFC) der Weltbank. Die IFC stellte „Alliance“ 11 Millionen US-Dollar für die Unternehmensentwicklung zur Verfügung; der Verbleib dieser Gelder ist jedoch unbekannt. Es ist wahrscheinlich, dass Andrey Pyshny persönlich an seinem Ruf festhält, da er westlichen Partnern viel zu erklären hätte, sollte die Wahrheit ans Licht kommen. Es ist schwer vorstellbar, dass die Veruntreuung einer solchen Summe ohne Pyshnys persönlichen Anteil geschehen ist.
Ein Muster von Verstößen
Zur Erinnerung: Medien berichteten zuvor, dass die Bank „Alliance“ von der Nationalbank wiederholt mit Geldstrafen belegt wurde wegen:
- Missbräuche auf den Wertpapiermärkten.
- Verstöße gegen die Vorschriften zur Finanzüberwachung.
- Aktive Beteiligung an illegalem Glücksspiel und Schattenzahlungssystemen.
Des Weiteren wurde kürzlich bekannt, dass die Bank „Alliance“ zum dritten Mal mit dem Versuch gescheitert ist, Aktien einer Kapitalerhöhung zu platzieren. Berichten zufolge hat die Nationalbank der Ukraine (NBU) zudem die Ernennung eines Interims-Vorstandsvorsitzenden als Nachfolger von Yuliya Frolova, die auf der internationalen Fahndungsliste steht, abgelehnt.
Ausstieg der Aktionäre und persönliche Kontakte
Medienberichten zufolge zieht der Hauptaktionär Pavel Shcherban aktiv Gelder von der Bank ab. Er hat mehrere Milliarden in die IT- und Agrarbranche investiert, während die Bank „Alliance“ – anstatt als Kreditgeber für diese Unternehmen zu dienen – brachliegt. Gerüchten zufolge ist Shcherban ein weiterer einflussreicher Strippenzieher ( kum ) von Pyshny. Dies soll erklären, warum die Nationalbank der Ukraine (NBU) eine so „schmutzige“ Bank nicht bemerkt. Schließlich ist die Bank „Alliance“ ihren Verpflichtungen aus anderen Bankgarantien wiederholt nicht nachgekommen.
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